ACE3-Artillerie (Laserguided)

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  • Beschreibung zum Umgang mit der Laserguided-Munition der 155mm Haubitze (Sholef)

    Artillerie (Laserguided)

    Wer noch nicht wusste wie das mit der Laserguided Munition geht:

    Ich habe früher immer gedacht: Artillerieschütze lädt die Laserguided Granaten, schießt in die ungefähre Richtung des Ziels, und vor Ort steht ein Artilleriebeobachter und lasert das Ziel an.

    Nun, so einfach ist es nicht ganz.

    Schritt 1


    Zunächst einmal muss der Artillerieschütze das Geschoss ziemlich nahe ans Ziel heranbringen. Im Radius von ca. 100m ums Ziel.
    Gilt glaub ich auch für die Guided Granaten.
    (Nicht verwechseln: Lazerguided und Guided. Die Guided ist eine IR-Granate und sucht sich ihr Ziel selbst, wenn dieses eine Wärmequelle hat [Motor muss laufen]).

    Schritt 2


    Der zweite Kniff liegt beim Artilleriebeobachter, der seinen Laser frühestens einschalten darf, wenn die Granate ihre Gipfelflughöhe bereits überschritten hat.
    Ca.10 sec vor dem Einschlag ist optimal.
    Lasert man zu früh, beginnt die Granate nämlich ihre berechnete Flugbahn bereits zu korregieren, noch bevor sie die nötigte Flughöhe hat, um das Ziel überhaupt erst zu erreichen.

    Beispiel


    Hierdurch ist eine ständige Kommunikation zwischen Artilleriebeobachter und Artillerieschützen erforderlich:
    Artilleriebeobachter meldet dem Artillerieschützen/Kommandanten, er soll sich bereit machen für Artillerieschlag mit Lazerguided-Granaten (Anzahl der Granaten(2 max) und das Planquadrat 100mX100m).
    Der Schütze bereitet alles soweit, meldet dem Beobachter die geschätzte Zeit bis zum Einschlag der Granate (ETA) und wartet auf den Befehl zum Feuern.
    Nach Feuerfreigabe gibt der Schütze am besten alle 10 Sekunden die ETA an den Beobachter weiter.
    Dadurch weiß der Artilleriebeobachter, wann er seinen Laser einschalten muss und führt so die Granate bis auf 1m genau ins Ziel.

    Granatensalve


    Werden zwei Granaten gleichzeitig geführt (direkt hintereinander),
    sollte der Laser möglichst spät eingeschaltet werden, damit die 2. Granate nicht zu früh ihren Kurs ändert. Nach dem Einschlag der 1. Granate, sofort das 2. Ziel anlasern.

    LOS


    Wichtig dabei ist auch, daß der Suchkopf der Granate immer freie Sicht auf den Laser hat. Die sogenannte "Line of Sight" (LOS) darf nicht durch Wände, Bäume, Berge, usw. unterbrochen sein.
    Weitestgehend sicher kann man sich dabei sein, wenn man in Flugrichtung der Granate lasert, man also die Artilleriestellung im Rücken hat.

    Zielbeleuchtungsgeräte


    Lasern kann man traditionell mit dem Laserdesignator. Aber auch Drohnen, Fahrzeuge (Fennek), Flugzeuge, Helikopter (Tiger) mit Laser-Zielbeleuchtungs-Einrichtung, eignen sich dafür.
    Hat beispielsweise der Tiger keine Munition mehr, kann er trotzdem noch im Kampfgebiet bleiben, um eventuelle Ziele zu beleuchten, die dann mit der Artillerie bekämpft werden.

    155mm Geschütz: Geladen und Feuerbereit!!! Salute

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