Taktisches Spielen

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  • Unter "taktischen" Spielen verstehen ArmA Spieler eine klare Definition. Das ist wichtig, denn ArmA ist ein offenes Spiel und kann auf sehr unterschiedliche Weise gespielt werden. Die Jäger im JgBtl533 streben das taktische Spiel an.
    Taktische Spielweise?!


    ArmA ist der Nachfolger von Operation Flashpoint, der schon damals 2001 durch die riesigen Spielwelten seiner Zeit voraus war. Auch braucht sich ArmA mit dieser Freiheit und der riesigen Auswahl an Infanterieklassen, Waffen und Fahrzeugen nicht hinter anderen Spielen wie Battlefield 3 verstecken.
    Diese Freiheit führt auch dazu, dass ArmA heute auf ganz unterschiedliche Weise gespielt wird. Sei es indem wir in einer Domination alle 15 Sekunden Artillerieschläge anfordern, Arma in ein Rollenspiel umgewandelt wurde und man den halben Tag lang Äpfel ernten kann oder das Ganze als Militärsimulation betrieben wird, in der ein falscher Schritt drei Stunden Vorbereitung zunichtemachen können.


    Taktisch zu spielen bedeutet dabei im Grunde folgendes:
    1. Die Zeit, in der jeder Spieler das tut was er will, ist vorbei. Durch Vorgaben und Planung wird vom Teamchef festgelegt
    • welcher Spieler welche Infanterieklasse, Waffe und Ausrüstung verwendet
    • in welcher Formation die Spieler unterwegs sind
    • wie man sich in einer Kampfsituation verhält
    • ob und welche Fahrzeuge verwendet werden
    • und viele andere Dinge, die aus dem Tollhaufen eine Einheit machen


    2. Mit Hilfe von ACRE können Fahrzeugbesatzungen endlich in Ruhe miteinander kommunizieren und dabei Kontakt halten mit der Außenwelt. Kommandanten geben dabei z.B. Fahrtrichtung und Ziele an Fahrer und Schützen weiter und binden ihr Fahrzeug in einen größeren Kampfverband ein.


    3. Das Ziel ist dabei nicht, dass diese Teamleader auf ihre Kosten kommen (tatsächlich ist das nicht wirklich ein Job, um dem sich viele Leute reißen), man will stattdessen auf diese Weise Einheiten schaffen, die stärker sind als die Summe ihrer Mitglieder. Diese Spielweise ist dann die Grundlage für interessante Manöver, die so im normalen Alltag nicht vorkommen würden, z.B.
    • das Aufklärungsteam, dass per Laser die Bomben einer A-10 Staffel ins Ziel lenkt
    • die Apache-Crew, die durch professionelle Zusammenarbeit von Pilot und Schütze einer befreundeten Infanterieeinheit zügig helfen kann
    • das Infanterieteam, dass die toten Winkel eines Kampfpanzers in der Stadt absichern und ihn und auf diese Weise sicher durch die Straßen geleiten kann
    • das Special-Ops-Team, dass mit modernen Waffen ein schwer verteidigtes Depot infiltrieren und wieder verschwinden kann, ohne das der Gegner etwas davon mitbekommt
    • oder alle weiteren Kombinationen und Möglichkeiten, die ArmA bietet, die aber auf einem freien Server mit ungebundenen Spielern so niemals möglich wären


    Taktisches Spielen bedeutet also gleichzeitig eine kleine Einschränkung der individuellen Freiheit bei einer massiven Ausweitung des Teamworks – und genau das versteht das JgBtl533 unter „taktischem Spiel“. Viele Communities versuchen das ebenfalls – mit unterschiedlichem Erfolg. Häufig scheitert es daran, dass die Mitspieler eben jene Freiheiten von den Publicservern allzu sehr gewöhnt sind und beides gleichzeitig haben wollen: Mit der Lieblingswaffe spielen, aber bitte im Team. Oder im Kampfeinsatz blind nach vorne stürmen, aber mit Unterstützung der eigenen Leute.
    Es ist auch kein großes Geheimnis, dass es vielen Mitspielern schlichtweg zu langweilig ist, eine halbe Stunde lang auf das Eintreffen einer befreundeten Einheit zu warten oder sich bei Munitionsmangel zurückzuziehen.


    Oder aber man versucht sich am Teamwork, lächelt aber über die Befehle, die man bekommt und missachtet die Hierarchie – auch so entsteht nicht wirklich Atmosphäre und es kommt nur zu einer halbherzigen taktischen Spielweise, die amateurhaft anmutet und die man ungerne wiederholt.


    Es gibt bei ArmA eine Menge Gründe, warum die oben genannte Spielweise nicht funktioniert. Und wenn man um diese Gründe weiß, dann weiß man auch wie man sie beseitigen kann bzw. was beim „taktischen Spiel“ zu beachten ist.

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