State of Emergency COOP 46

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  • Einsatz des JgBtl533 im Gefecht "State of Emergency":

    TacNet hatte eingeladen und wir waren zur Stelle. Es sollte ein schneller und entschlossener Einsatz werden. Schnell, sauber, wie ein Skalpell Schnitt sollte die Operation werden. Im Verlauf des Gefechtes ändert sich die Situation und schnelles Vorgehen wird teuer bezahlt.



    Früh Morgens, es ist bewölkt und die Lichtkegel der wartenden Fahrzeuge erleuchten den Platz.
    Ich war grade eingesprungen im Zug „Hellraiser“ und sollte die Gruppe „Hellraiser One“ führen. Unser grober Auftrag war es, in den östlichen Teil von Sahrani über das Meer anzulanden, über 5 Zwischenziele das aufgeklärte feindliche Hauptqartier der gegnerischen Bügerkriegspartei aus zu schalten.
    Auf der Fahrt zu den Schlauchbooten auf den Lkw’s versuchte ich noch schnell meine Handzettel zu sortieren und das HFG einzustellen. Dann ging alles sehr schnell… in den Schlauchbooten saßen wir dann noch einige Minuten… irgendwie wie Urlaub…. Wenn nicht das ganze Gerödel an einem wäre und die Waffe…



    „Hellraiser, Los!“ dröhnte es über Funk und mit einem Rieß am Motor gaben wir Gas und flügten durch die Fluten… Dublin hieß unsere Landezone… wir sollten im Süden anlanden. Leider wollte der Motor nicht so auf Fahrt kommen… wir kamen als letzte an…
    Der nördlich Teil von Mercalillo gehörte „Hellraiser Two“, uns der Süden… Von Haus zu Haus, von Deckung zur Deckung und von Raum zu Raum… Nordlich einige Detornationen, und auch bei uns hörte man „handgranate liegt“…21, 22, 23 Boom.
    In Mercalillo hatten wir nicht so viel Feind, darum traten wir direkt danach zum Sprungziel 2 an, einer Luftabwehrstellung in einer ehemaligen Kaserne. Hellraiser Two brachte das Feuer an den Feind und unsere Unterlaufgewehrgranaten zerrissen den letzten Wiederstandswillen beim Feind. Wir brachen an der Mauer ein und hatten in kürzester Zeit den Bereich gesichert, Fish gehörte uns. Unser Zugführer drängte, wir würden hinter seinem Zeitplan liegen…Na ja… wir sind hier nicht beim Hürdenlauf, dachte ich mir.
    Weiter ging es, eine Fahrzeug Depo mit Inst Hallen, wenigstens sah es so auf den Aufklärungsfotos aus… Unser Sprungziel 3, Hellraiser Two hatte in diesem Augenblick bei Sprungziel 2 zu tun. Die Wachtürme waren besetzt und nahmen uns beim Sprung an die Kasernenmauer unter Feuer… was für ein Selbstmordkommando, diese alten Stahltürmchen…
    OK… ein wenig Gegenwehr hatten wir erwartet… leider gab es in dem inneren Komplex einige überzeugte Gegner, die sich doch teuer verkauften. Mit einigen Tropfen Schweiß, Blut und Mut war auch dieser Bereich gesichert… Wir sollen uns beeilen, Sprungziel 5 und dass sehr schnell.




    Das Sprungziel war eine Wegkreuzung, eine Bushaltestelle und ein Hopfenfeld… das auch noch in einer Senke lag. Taktisch war das wieder „Kriegsspiel auf dem Schreibtisch“, aber uns fragte ja keiner… beim Haus angekommen gerieten wir sofort unter Feuer… und musste uns Aufteilen. Ein Stoßtrupp sollte die gegnerischen Schützen werfen, der andere Deckungsfeuer geben. Das wäre auch gelungen, leider hatte der Feind seine ganze Reserve hier konzentriert…
    Die Folge des „Rush’s“ spürten wir nun mit Zinseszinsen. Beide Trupps wurden zusammengeschossen und nur der MG Schütze und der Zugführer selber überlebte dieses…
    Hellraiser One lag abgeschnitten in feindlichem Gebiet und der Feind drückte die eigenen Kräfte zurück.
    Einige Stunden später kamen wir am Sammelplatz an, gliederten uns erneut ein und traten dann endlich auf den gegnerischen Kompanie Gefechtsstand in Bagango an. Wir sicherten die westliche Flanke, in dem wir ein Haus an der Hauptstraße besetzten. Es war zu diesem Zeitpunkt schon brennende Mittagshitze und nach ein wenig Gefechtslärm war auch das zu Ende.



    Wir verlegten zum südlichen Sammelpunkt mit FOB. Dort hieß es dann auf Munitionieren, denn jetzt traten wir erneut an… erst ein Versorgungsdepo und dann einsickern in die Stadt. Dazwischen lagen lange Fußmärsche und – erschreckenderweise – kaum Feind.
    Am Ende erwischte es den Zugtrupp, der in eine Minenfeld geraten war, im Hafengelände.
    Müde, abgekämpft kam es dann… anlaufen der Evakuierungszone XRay, wir wurden ausgelöst…




    Eines hatte der Tag gezeigt, einen übereilten Angriff mit einer schwachen Übermacht muss man ab und zu teuer bezahlen.

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